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Sensorisches Marketing: Warum Atmosphäre über den Store-Erfolg entscheidet

75 Prozent der Menschen bleiben länger in einem Geschäft, wenn ihnen Musik, Optik und Duft gefallen. Das ist keine Vermutung, sondern das Ergebnis einer weltweiten Befragung von über 10.000 Konsumentinnen und Konsumenten durch Mood Media (»Elevating the Customer Experience: The Impact of Sensory Marketing«, 2019). Für uns als Markenberatung ist das mehr als eine interessante Zahl – es ist ein handfestes Argument dafür, warum Atmosphäre kein Nice-to-have ist, sondern strategische Markenarbeit.

Store in warmem Licht mit gemütlicher Atmosphäre

Atmosphäre beeinflusst Verhalten – nicht nur Wahrnehmung

Musik, Duft und Storedesign prägen maßgeblich, wie lange Menschen bleiben, in welcher Einkaufsverfassung sie sind und wie intensiv sie sich mit einer Marke beschäftigen. Wer glaubt, Atmosphäre sei nur Dekoration, verkennt, dass sie direkt auf das Verhalten der Kundinnen und Kunden einwirkt – auf die Verweildauer, auf die Kauflaune und letztlich auf den Umsatz.

 

Sensorische Markenführung wird zum Differenzierungsfaktor

Produkte und Preise lassen sich schnell kopieren. Multisensorische Erlebnisse deutlich schwerer. Marken, die mehrere Sinne bewusst und konsequent ansprechen, schaffen stärkere Wiedererkennbarkeit und bleiben länger im Kopf als Wettbewerber, die sich allein über Sortiment oder Preis positionieren. Denn während Preise bewusst verglichen werden, wirken Musik, Duft und Materialität eher unbewusst – und genau das macht sie so schwer angreifbar für die Konkurrenz.

 

Verweildauer schafft mehr Berührungspunkte

Wer länger bleibt, interagiert häufiger mit Produkten, Mitarbeitenden und Services. Mehr Kontaktpunkte erhöhen die Wahrscheinlichkeit für Markenbindung und Kaufentscheidungen. Atmosphäre ist damit kein Selbstzweck, sondern der Hebel, über den aus einem kurzen Besuch eine echte Begegnung mit der Marke wird.

 

Konsistenz schafft Markencodes

Wiederkehrende Duftwelten, Musik oder Materialien werden mit der Zeit zu wiedererkennbaren Markensignalen. So entstehen Erlebnisse, die standortübergreifend funktionieren und die Erinnerung an eine Marke stärken – unabhängig davon, in welcher Stadt oder welchem Land sich eine Filiale befindet.

 

Retailflächen werden zunehmend zu Markenräumen

Die Rolle des stationären Handels verändert sich. Stores dienen nicht mehr nur der Distribution. Sie werden immer stärker zu Orten, an denen Markenhaltung aktiv erlebt werden kann – zu physischen Räumen, in denen eine Marke zeigt, wofür sie steht, statt es nur zu behaupten.

 

Was das für Markenverantwortliche bedeutet

Je austauschbarer Produkte und Preise werden, desto wichtiger wird die Fähigkeit, Marken konsequent erlebbar zu machen – über alle Sinne hinweg und entlang der gesamten Customer Journey. Genau hier setzen wir als Markenberatung an: Wir helfen Unternehmen dabei, aus einzelnen sensorischen Elementen ein stimmiges Gesamtsystem zu entwickeln, das ihre Markenidentität an jedem Berührungspunkt spürbar macht.